Der kühle Norden wird im Oktober zum Treffpunkt für Wein und Kultur. Sommelier Luigi Francia lädt zu den Hamburger Winzerwochen in seine Winebar Via dei Mille in Eppendorf – ein beliebter Ort für italienische Lebensart und leidenschaftlich kuratierte Weine. Die Karte wird eigens für diesen Anlass neu zusammengestellt – mit Positionen der Winzer:innen aus diesem Magazin.
Parallel dazu öffnet auch die Kunst neue Räume: In der Barlach Halle K trifft südfranzösische Malerei von Valéry Ansel Müller auf die fotografischen Küstenporträts von Manfred Schulze-Alex. Einen besonders persönlichen Zugang zur Gegenwartskunst ermöglicht der Drawing Room an der Außenalster – eine Galerie, die zugleich das Wohnzimmer von Esther und Alexander Sairally ist.
Die Fattoria di Magliano wurde 1996 im Herzen der Maremma gegründet – aus der Vision von Agostino Lenci, der nach Jahren in der Schuhindustrie seine Leidenschaft für Wein zum Beruf machte. Inspiriert von der Küste des Argentario und den sanften toskanischen Hügeln, schuf er ein Weingut, das Tradition mit modernem Charakter verbindet. Zwischen Olivenhainen, alten Steinmauern und hoher Biodiversität entstehen hier biologisch zertifizierte Weine, die die Seele der Maremma einfangen. Die Rotweine zeigen intensive Frucht und elegante Struktur, die Weißweine – etwa aus Vermentino und Ansonica – sind aromatisch und mediterran geprägt. Auch die Roséweine überzeugen: auf Sangiovese-Basis, salzig-frisch und klar im Ausdruck.
Agostino Lenci erfüllte sich Mitte der 1990er Jahre einen Lebenstraum: ein eigenes Weingut. In der Maremma gründete er die Fattoria di Magliano – auf 97 Hektar toskanischer Landschaft. Nebenbei absolvierte er eine Ausbildung zum Sommelier.
Steile Hänge, Serpentinen und Lagen bis 700 Meter machen den Weinbau am Ätna zu einer Herausforderung, die Geduld und Leidenschaft verlangt. Doch das Gebiet belohnt mit schwarzer Vulkanerde, mediterranen Kräuterdüften, kühlen Nächten und der Energie des Vulkans. In den 1990er-Jahren war die Region fast verlassen – zu kleinteilig, zu aufwendig. Genau da gründeten Giulielmo Cambria, sein Vater Francesco und Bruder Enzo das Weingut Cottanera. Anfangs setzten sie auf internationale Sorten, kehrten aber bald zurück zu fast vergessenen lokalen Reben wie Inzolia, Carricante und Nerello Mascalese – eine damals belächelte Entscheidung, die heute als visionär gilt. Die Weine verbinden mineralische Spannung mit klarer Frucht und Würze. Auf rund 70 Hektar entstehen charakterstarke Tropfen, die das Terroir des Ätna mit Präzision und Tiefe spiegeln.
An den Hängen des Ätna entstehen unter der Leitung von Enzo Cambria und seiner Familie charaktervolle Weine aus naturnahem Anbau. Ein Team von 25 Frauen übernimmt die sorgfältige Handarbeit auf rund 65 Hektar Rebfläche.
989 gründeten Fabio und Daniela Coser das Weingut Ronco dei Tassi im Collio Goriziano, am Rand des Naturschutzgebiets Plessiva. Der Name – „ronco“ für die Terrassen, „tassi“ für die Dachse im Weinberg – spiegelt die Verbundenheit zur Natur. Heute bewirtschaftet die Familie 30 Hektar, davon 18 mit Reben und 12 als Wald – ein ökologisches Gleichgewicht mit idealen Mikroklimata. Im Fokus steht die unverfälschte Typizität des Terroirs. Durch Ertragsreduzierung, Spontangärung und moderne Kellertechnik entstehen klare, präzise Weine mit mineralischer Tiefe. Weißweine wie Friulano oder Ribolla Gialla zeigen Frische und Ausdruck, während Rotweine wie der Cjarandon Riserva mit Struktur und Eleganz überzeugen. Rund 110.000 Flaschen jährlich, internationale Anerkennung – Ronco dei Tassi steht für nachhaltige Qualität mit charaktervoller Handschrift.
Fabio und Daniela Coser gründeten das Weingut 1989. Heute führen ihre Söhne Enrico und Matteo den Familienbetrieb mit – zwischen kreativer Handschrift, moderner Technik und ökologischer Ausrichtung. Mail: info@roncodeitassi.it
1867 von Giuseppe Contratto in Canelli gegründet, gilt Contratto als ältestes Haus für Metodo-Classico in Italien. Bereits um 1910 erlangte das Gut Weltruhm und belieferte den Vatikan sowie Königshäuser Europas. Der erste rein als Jahrgangsschaumwein deklarierte Metodo-Classico Italiens stammt von hier. Nach mehreren Besitzerwechseln hauchte Giorgio Rivetti (La Spinetta) dem Weingut ab 2011 neues Leben ein – mit Pinot Noir und Chardonnay aus Oltrepò Pavese und der Alta Langa. Neben edlen Schaumweinen entstehen hier auch Bitter, Vermouth und Aperitifs nach Rezepten aus den 1920ern. Das Herzstück: die 5.000 m² großen Kellergewölbe – 38 Meter tief, konstant 13 °C – heute UNESCO-Weltkulturerbe.
Contratto interpretiert historische Aperitifs neu – mit Vermouth Bianco, Rosso und Americano auf Cortese-Basis und bis zu 50 Bio-Kräutern. Ergänzt wird das Sortiment durch einen Fernet nach Originalrezept von 1920 – tief, würzig, vielschichtig.
Wer in den Hügeln des Piemonts nach einem Symbol für kompromisslose Weinleidenschaft sucht, stößt auf das Nashorn von La Spinetta. Kraftvoll, stilisiert und bedeutungsvoll steht es für Haltung und Charakter. Gegründet wurde das Weingut 1977 von den Geschwistern Rivetti, inspiriert vom Traum ihres Vaters Giuseppe. Zunächst widmeten sie sich dem Moscato d’Asti, dem sie mit „Bricco Quaglia“ und „Biancospino“ ungeahnte Tiefe verliehen. Es folgten Barbera, der Cuvée „Pin“ sowie Barbaresco-Lagen wie „Starderi“. 2001 folgte der Durchbruch mit vier „Tre Bicchieri“-Auszeichnungen. Später kamen Barolo (Campè) und das toskanische Weingut Casanova della Spinetta hinzu. Ob Moscato oder Nebbiolo – die Weine tragen die Handschrift einer Familie, die Wein lebt und sich dabei treu bleibt.
Die Geschwister Rivetti haben La Spinetta zur Spitzenadresse im Piemont gemacht. Heute bringt die dritte Generation frische Impulse ein – etwa Giorgios Sohn Andrea, der wie sein Vater als Önologe im Familienweingut tätig ist.
Ein Interview mit Isabella Bisol über die Metodo Ruggeri:„Wir wollen zeigen, was Prosecco alles kann“, sagt Isabella Bisol. In fünfter Generation leitet sie das renommierte Proseccohaus Ruggeri. Im Interview spricht sie über den Stil ihrer Weine, das Potenzial ihrer Herkunft und nachhaltige Perspektiven im Weinbau. Das Geheimnis liegt in der Herstellung, der „Metodo Ruggeri“: Eine verlängerte zweite Gärung bringt die feinsten Aromen der Glera-Traube zur Geltung – ausgewogen, elegant, vielschichtig. Valdobbiadene Prosecco Superiore D.O.C.G. steht für den höchsten Qualitätsstatus. Durch enge Partnerschaften mit über 100 Winzerfamilien sichern wir beste Trauben und fördern zugleich Nachhaltigkeit. Beispiele sind Rebschnitt-Kurse, die das Rebenleben verlängern, und unsere Teilnahme am SQNPI-Programm – einer zertifizierten Initiative für nachhaltige Qualität vom Feld bis in die Flasche.
Seit 1950 steht Ruggeri für herausragenden Prosecco aus Valdobbiadene – gegründet von Giustino Bisol und Luciano Ruggeri. Die Manufaktur wurde mit dem „Roten Stern“ des Gambero Rosso ausgezeichnet und zählt zur Weltspitze. Shop: www.ludwig-von-kapff.de
Frank & Serafìco wurde 2009 von den Önologen Pier Paolo Pratesi und Fabrizio Testa in der Maremma gegründet – mitten im Parco dell’Uccellina. Das Projekt verbindet Wein, Bier und Gastronomie aus regionalen Rohstoffen. Der Name – eine erfundene Adels-Chimäre – steht für unkonventionelles Denken. Die Weingärten liegen im „Vallis Aurea“ bei Capalbio, geprägt von sandig-lehmigen Böden, Meeresbrisen und großen Temperaturunterschieden. Auf 15 Hektar wachsen alte Klone in dichter Pflanzung – das bringt frische Weißweine auf Vermentino-Basis und elegante Rote mit Sangiovese, Cabernet Franc und Merlot. Im Keller sorgen burgundische Tonneaux für Struktur und Finesse. Seit 2018 ergänzt eine kleine Linie handwerklicher Destillate das Portfolio. Nachhaltigkeit bleibt oberstes Prinzip – naturnah, chemiefrei, kontrolliert.
Das Weingut „In den Zehn Morgen“ liegt in Bretzenheim an der Nahe und bewirtschaftet rund 40 Hektar – ergänzt durch zwei Hektar in Schleswig-Holstein. Gegründet wurde es 2014 durch Steffen Montigny mit Lagen vom Weingut Anheuser.
Wenn der Salento in goldenes Licht getaucht wird, liegt die Tenuta Liliana still zwischen Olivenhainen und schattigen Eichen. Seit 2017 prägt die Familie Intiglietta das junge Weingut mit Leidenschaft und einem klaren Fokus auf Qualität, Naturverbundenheit und Innovation. Auf 13 Hektar in fünf Parzellen gedeiht vor allem Cabernet Sauvignon auf kalk- und schieferhaltigen Böden, die den Weinen eine markante mineralische Tiefe verleihen. Jeder Schritt – vom Rebschnitt bis zur Vinifikation – folgt der Philosophie: Klasse statt Masse. Unterstützt wird die Familie vom erfahrenen Önologen Andrea Fattizzo, der das Terroir in seiner ganzen Ausdruckskraft zur Geltung bringt. Das Weingut selbst verbindet moderne Architektur mit traditionellen Materialien und fügt sich harmonisch in einen alten Steinbruch ein – ein stilles, kraftvolles Statement aus Apulien.
Antonio und Liliana Intiglietta werden unterstützt von ihren Kindern Stefano und Valentina, die aktiv in das Familienprojekt eingebunden sind. Gemeinsam mit ihrem Team arbeiten sie daran, neue Wege in der Weinproduktion zu gehen.
Zwischen Florenz und Arezzo liegt das Val d’Arno di Sopra – eine der ältesten Weinbauregionen Italiens. Hier bewirtschaftet Luca Sanjust in dritter Generation das Weingut Petrolo, dessen Lagen schon 1716 von Cosimo III. de’ Medici als besonders herausragend ausgezeichnet wurden. Auf 31 Hektar entstehen kraftvolle, präzise Weine mit unverwechselbarem Terroirausdruck – dank niedriger Erträge, Höhenlagen bis 450 m und Böden aus Mergel, Sandstein und Albarese. Petrolo ist ein Ort, an dem Natur, Architektur und Geschichte ineinandergreifen: Die alte Villa, eine Renaissance-Kirche und die mittelalterliche Turmruine von Galatrona prägen das Bild – genauso wie die Idee, Weinbau als kulturelle Praxis zu verstehen, in der Handwerk, Nachhaltigkeit und Innovation zusammenkommen.
Luca Sanjust führt Petrolo in dritter Generation – gemeinsam mit seiner Mutter Lucia und einem erfahrenen Önologenteam. Verwurzelt im Val d’Arno di Sopra, vereint das Weingut Familientradition mit einem klaren Qualitätsanspruch.
Sette Ponti liegt im Valdarno di Sopra – einer traditionsreichen Region zwischen Florenz und Arezzo, bekannt für ihre sieben Brücken über den Arno. Das Anwesen wurde in den 1950er Jahren von Alberto Moretti Cuseri erworben und in den 1990er Jahren von seinem Sohn Antonio in ein Spitzenweingut verwandelt. Seine Vision: moderne Weine mit toskanischer Seele, geprägt von Präzision, Nachhaltigkeit und Respekt für das Terroir. Seit den frühen 2000er Jahren arbeitet das Gut biologisch, mit Fokus auf Biodiversität, ressourcenschonende Technik und den Erhalt der natürlichen Balance. Weine wie Oreno, Vigna dell’Impero und Crognolo vereinen französische Finesse mit toskanischer Tiefe – stilprägend, vielschichtig und authentisch.
Die Familie Moretti Cuseri prägt Sette Ponti seit den 1950er Jahren. Antonio Moretti Cuseri führte das Gut in den 1990ern zum internationalen Erfolg – mit Fokus auf Qualität, Terroir und nachhaltige Bewirtschaftung.
Im Herzen des Chianti Classico liegt das Castello di Fonterutoli – seit 1435 im Besitz der Familie Mazzei, die mit 24 Generationen zu den ältesten Winzerfamilien Italiens zählt. Auf 110 Hektar entstehen aus 114 Parzellen charaktervolle Weine, geprägt von großer Bodenvielfalt und Höhenlagen zwischen 220 und 570 Metern. Ikonen wie „Siepi“ und der „Concerto di Fonterutoli“ zählen zu den stilbildenden Supertoskanern. Ergänzt wird das Portfolio durch frische Vermentini aus der Belguardo-Estate in der Maremma. Nachhaltigkeit, Biodiversität und architektonischer Weitblick prägen den Familienbetrieb ebenso wie die tiefe Verwurzelung in der toskanischen Weintradition.
Seit 1435 bewirtschaftet die Familie Mazzei das Castello di Fonterutoli – eine der ältesten Winzerfamilien Italiens. Mit 24 Generationen prägt sie den Chianti Classico bis heute, geführt von Francesco, Filippo und Giovanni Mazzei.
Die Familie Antinori prägt den italienischen Weinbau seit 1385 – heute in 26. Generation. Unter der Leitung von Marchese Piero Antinori und seinen Töchtern entstehen große Weine zwischen Tradition, Neugier und Innovation. Ikonen wie Tignanello und Solaia sind längst Klassiker. Ihre Wurzeln liegen in der Toskana – im Chianti Classico, in Montalcino, Bolgheri und Montepulciano. Doch auch Umbrien, das Piemont, Apulien oder die Napa Valley gehören zum Portfolio. Überall verbindet Antinori regionale Identität mit Präzision und Weitblick. Ein Symbol dafür ist die avantgardistische Cantina Antinori – ein Ort für Wein, Architektur und Kultur, ausgezeichnet als „World’s Best Vineyard 2022.
Marchese Piero Antinori schuf 1971 mit dem Tignanello den ersten „Supertoskaner“ und revolutionierte damit den toskanischen Weinbau. Zentrum seines Schaffens ist die Cantina Antinori – ein architektonisches Wahrzeichen südlich von Florenz.
Sella & Mosca bei Alghero zählt zu den traditionsreichsten und größten Weingütern Italiens. Gegründet 1899, verbindet das Gut Innovation mit Respekt für das sardische Terroir – mediterranes Klima, kühle Nächte und vielfältige Böden prägen die Weine. Mit dem Vermentino La Cala und einem Schaumwein aus der seltenen Torbato-Traube war man früh Vorreiter. Seit 2016 gehört das Gut zur Terra Moretti Familie (u. a. Bellavista, Petra) und wurde behutsam modernisiert. Historische Architektur und hochmoderne Vinifikation verschmelzen zu einem Gesamterlebnis. Besucherzentrum, Verkostungen und das „Borgo“ mitten in den Reben machen Sella & Mosca zu einem Ort, an dem Geschichte, Genuss und Nachhaltigkeit zusammenfinden.
Giovanni Pinna ist Geschäftsführer und Chefönologe von Sella & Mosca. Seit über 25 Jahren prägt der promovierte Mikrobiologe das Weingut mit seinem Anspruch an nachhaltige, qualitätsorientierte Produktion – zwischen Tradition und Moderne.
Manincor bei Kaltern ist mehr als ein Weingut – es ist gelebte Südtiroler Weinkultur. Der Ansitz von 1608 kam 1978 in den Besitz der Grafen Enzenberg. Seit 1991 führt Michael Graf Goëss-Enzenberg das Gut und leitete mit eigener Vinifikation eine neue Ära ein. 2006 stellte Manincor konsequent auf biodynamischen Weinbau um – mit Fokus auf Vielfalt, Lebendigkeit und Naturverbundenheit. Herzstück ist der kaum sichtbare, in den Hang gebaute Schwerkraftkeller von 2004. Die mineralischen, kraftvollen Weine entstehen auf Moränenböden aus Dolomit, Porphyr und Granit. Die Lagen des 12-Hektar-Clos spiegeln individuelles Terroir wider – gegliedert in die Linien Hand, Herz und Krone. Hühner, Schafe und Bienen im Weinberg zeigen: Nachhaltigkeit ist hier keine Idee, sondern gelebte Praxis – und Teil einer klaren Haltung für die Zukunft.
Die Grafen Goëss-Enzenberg leben seit 1991 im Ansitz Manincor, wo auch ihre drei Kinder aufwuchsen. Die Kinder sammeln heute Erfahrungen im Ausland, bereiten aber bereits die Nachfolge vor, um das Weingut in Familienhand weiterzuführen.
Frank & Serafìco wurde 2009 von den Önologen Pier Paolo Pratesi und Fabrizio Testa in der Maremma gegründet – mitten im Parco dell’Uccellina. Das Projekt verbindet Wein, Bier und Gastronomie aus regionalen Rohstoffen. Der Name – eine erfundene Adels-Chimäre – steht für unkonventionelles Denken. Die Weingärten liegen im „Vallis Aurea“ bei Capalbio, geprägt von sandig-lehmigen Böden, Meeresbrisen und großen Temperaturunterschieden. Auf 15 Hektar wachsen alte Klone in dichter Pflanzung – das bringt frische Weißweine auf Vermentino-Basis und elegante Rote mit Sangiovese, Cabernet Franc und Merlot. Im Keller sorgen burgundische Tonneaux für Struktur und Finesse. Seit 2018 ergänzt eine kleine Linie handwerklicher Destillate das Portfolio. Nachhaltigkeit bleibt oberstes Prinzip – naturnah, chemiefrei, kontrolliert.
Die Önologen Pier Paolo Pratesi und Fabrizio Testa gründeten 2009 Frank & Serafìco. Gemeinsam mit Russ Thomas und Chiara Ghiron erweiterten sie ab 2018 das Konzept um Destillate und verbinden Innovation und kulinarisches Lebensgefühl.
Natur in großen Dimensionen, größer als in der Realität. Eine Umkehr der Überlegenheit, die der Mensch ihr und dem Lebendigen gegenüber fühlt.
Künstliche Intelligenz und „Machine Learning“ verlangen dem modernen Menschen mannigfaltige Perspektivenwechsel ab. Natürliche Intelligenz und „Nature Learning“ ermöglichen ebenso mächtige Perspektivenwechsel. In seinen Bildern aus der Provence legt Valéry Ansel Müller das Verborgene und die fesselnde Imposanz der mediterranen Natur frei. Im Wald der Pinien lässt er Sonnenlicht wie eine Böe um den Schatten jagen. Die flirrenden Klippen von Cassis summen Leichtigkeit. Ein Lebenszyklus der Tulpe portaitiert den schönen Hochmut ihrer ersten Blüte und ihr Ende – ihre Besiegbarkeit in erdrückender Tristesse. Seine Motive sind Parabeln.
Barlach Halle K
Klosterwall 13
20095 Hamburg
Valéry Ansel Müller
3. bis 6. Oktober immer
von 11 – 19 Uhr
Vernissage am 2. Oktober
von 18 bis 22 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Um Anmeldung wird gebeten.
info@copa-medien.de
Weitere Informationen:
www.barlach-halle-k.de
Eine Galerie, die zugleich Wohnzimmer ist: Im Drawing Room verschwimmen die Grenzen zwischen privater Sammelleidenschaft und öffentlichem Kunstraum.
Zwischen Wohnzimmermöbeln und Gegenwartskunst treffen im Drawing Room Kunst und Alltag auf ungewöhnlich direkte Weise aufeinander. In der Gründerzeitwohnung von Esther und Alexander Sairally an der Alster entsteht zwischen Antiquitäten, zeitgenössischen Skulpturen und Zeichnungen eine Atmosphäre, in der sich internationale Gegenwartskunst nahbar und lebendig entfaltet. Seit der Gründung unter dem Motto „Small is beautiful“ wurden über 50 Ausstellungen realisiert, u. a. mit Asana Fujikawa, Nora Schattauer oder Nadine Fecht, deren Arbeiten intime Erfahrungen und gesellschaftliche Themen verweben. Auch Mariella Mosler ist Teil des Programms: In KNOT FOLLIES verwandelt sie Neon, Spiegel und Collagen in schwebende Lichtspuren – inspiriert von Ornamenten und mathematischen Knotenmodellen. Der Drawing Room ist ein Ort des Austauschs: Künstler:innen, Sammler:innen und Gäste kommen ins Gespräch – offen, nahbar, und oft über Genre- und Alltagsgrenzen hinweg.
Hofweg 6
22085 Hamburg
T.: +49 40 5589 5724
E.: contact@drawing_room-hamburg.de
www.drawingroom-hamburg.de
Instagram: @drawing_room_hamburg
Öffnungszeiten: Di–Do, 12–19 Uhr
& nach Vereinbarung
Mariella Mosler
13monde.info
Ausstellung:
Jakob Spengemann
chirping sharply quite loudly
18.9. – 6.11.2025
Nächste Ausstellungen:
Anke Röhrscheid
4.12.2025 – 29.1.2026
Eröffnung: 3.12. von 19.00 – 21.00 Uhr
In den Fotografien von Manfred Schulze-Alex werden gesammelte Fundstücke zu Protagonisten einer Landschaft – poetisch, unbequem, unübersehbar.
Plastik im Meer, Licht auf der Linse: Seit über zehn Jahren widmet sich Manfred Schulze-Alex in seiner Serie „SOS – Save our Seas“ der Vermüllung der schwedischen Schären. PET-Flaschen und Kanister werden zu irritierend schönen Bildmotiven – zwischen Naturidylle und Zivilisationsspur. In der Ausstellung „Plastik aus dem Meer“ (Oktober, Barlach Halle K) stehen seine Fotografien im Dialog mit weiteren künstlerischen Positionen.
Auch in Hamburg ist Schulze-Alex aktiv: In der StudioGalerie Othmarschen, einem historischen Bauernhaus, zeigen er und seine Frau Saskia Werke norddeutscher Künstler:innen. Am 11. und 12. Oktober ist dort die befreundete Galerie Rieck mit dänischer Küstenmalerei von Skagen bis Bornholm zu Gast. Im November folgt die Buchpremiere von Schulze-Alex’ neuem Bildband „Metamorphosen einer Stadt“ – eine fotografische Zeitreise über fünf Jahrzehnte Luftbilder vom Hamburger Hafen.
Ansorgestraße 19
22605 Hamburg
M.: 0151 234 968 36
E.: info@studio-galerie-othmarschen.de
www.studio-galerie-othmarschen.de
Öffnungszeiten: siehe Website und
nach Vereinbarung.
Nächste Ausstellungen:
11. – 12. Oktober
Galerie Rieck zu Gast mit
Skandinavischer Kunst
7. November
Ausstellungseröffnung und Buchpräsentation
„Der Hamburger Hafen aus der Luft. Fünf Jahrzehnte Hafenentwicklung“